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Denise Février: The Death God's Name

Autorenbild: Wanderdrache
Wanderdrache
1. Nov. 2025
2 Min. Lesezeit
Altes Ägypten China asiatisch Fantasy

Dieses Buch ist ein Geheimtipp für alle, die originelle, gut geschriebene und tiefgängige Fantasy suchen! Unbedingte Empfehlung.

 

Schreibstil:

 

Der Text ist flüssig und bildhaft, enthält Metaphern und andere Stilmittel. Das machte das Buch sehr angenehm zu lesen.

 

5 Sterne

 

Charaktere:

 

Ich habe schon von exzentrischeren Persönlichkeiten gelesen. Aber die Figuren funktionieren. Eteri wirkt oft unsicher und ängstlich, aber das ist ja auch nicht unrealistisch. Eine gewisse Ambivalenz ist ebenfalls dabei. So richtig klärt sie sich nicht auf – aber vielleicht muss das auch gar nicht sein.

 

4,5 Sterne

 

Handlung und Struktur:

 

Nicht immer ist die Handlung rasant: Eteri jagt von Traum zu Traum und in welche Machenschaften sie da eigentlich verstrickt ist, bleibt weitgehend im Dunkeln. Wahrscheinlich hätte manches zügiger gehen können, manches sich vielleicht aufklären, aber insgesamt fand ich die Handlung dennoch rund und spannend. Langweilig war sie auf jeden Fall an keiner Stelle.

 

4,5 Sterne

 

Tiefgang:

 

Es geht hier einerseits darum, wie zwei Kulturen aufeinanderprallen. Andererseits geht es um Intrigen und Machtkämpfe. Hinzu kommt ein Setting, das beweist, dass auch in Welten, in denen Dynastien regieren und Erbfolgen wichtig sind, Frauen nicht automatisch diskriminiert werden müssen. Wenn beispielsweise ohnehin keine Kinder gezeugt werden können, warum dann überhaupt noch verschiedengeschlechtlich heiraten und nicht einfach die Kandidat*in, die am meisten politisches Kapital mitbringt, ganz unabhängig vom Geschlecht? Eigentlich leuchtet das doch sehr ein.

 

Darüber hinaus stellt der Roman die Frage, wie das eigentlich ist, mit den Wünschen und den Plänen und wenn sie sich erfüllen oder eben nicht erfüllen können. Und natürlich spielt auch der Umgang mit dem Tod eine Rolle.

 

5 Sterne

 

Worldbuilding:

 

Es gibt hier zwei Königreiche: ein chinesisches und eines, das irgendwo zwischen ägyptisch und afrikanisch ist. Das ist nicht nur ein ungewöhnlicher Mix – High Fantasy mit dem Alten Ägypten habe ich höchstens bei Terry Pratchett gelesen und sonst nie. Super und gerne mehr davon! (Es hätte vielleicht noch Pyramiden geben dürfen … aber macht nichts, auch wenn die Einflüsse nicht immer so spezifisch sind, ist es eben doch afrikanisch und das ist rar genug).

 

5 Sterne

 

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Interessante Settings und Ideen, die auch in ihrer Ausarbeitung überzeugen, glaubhafte Figuren, ein flüssiger, bildhafter Schreibstil. „The Death God’s Name“ ist ein Einzelband – aber ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

 

Gesamtwertung: 4,8 Sterne, macht gerundet 5 Sterne

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