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Michael Knabe: Ishabel (Die Flüchtlings-Chroniken 2)

Autorenbild: Wanderdrache
Wanderdrache
22. Aug. 2024
2 Min. Lesezeit

High Fantasy Spanien Antike deutsch

Ähnlich wie „Shevon“ ist das Buch abgeschlossen und damit auch allein lesbar. Der Protagonist aus dem Vorgängerband spielt jedoch wieder eine tragende Rolle. Für mich hat der Roman insgesamt aber schlechter funktioniert als Band 1.

 

Schreibstil:

 

Der Schreibstil schien mir ein wenig glatter als beim Vorgängerband. Manchmal werden aber auch Ereignisse zusammengefasst – das finde ich ungünstig, da gäbe es elegantere Lösungen. Bilder, die im Gedächtnis bleiben, gibt es leider auch nicht. Insgesamt wirkt der Text aber solide.

 

4 Sterne

 

Charaktere:

 

Band 1 hat sehr von der Figurenkonstellation gelebt. Die Beziehung zwischen Shevon und Regul wurde ausführlich entwickelt und gab Raum für Ambivalenzen. Genau diese größte Stärke des Buches kommt in Band 2 nicht mehr zum Tragen. Hier geht es mehr um Handlung, wodurch die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander auf der Strecke bleiben. Die meisten Figuren wirkten eher stereotyp und auch Protagonistin Ishabel gewann für mich kaum an Kontur. Schade.

 

3 Sterne

 

Handlung und Struktur:

 

Wie sich der Konflikt zwischen den Figuren entwickelt, war in Band 1 spannend. In Band 2 haben wir es mehr mit Hofintrigen zu tun. Für mich haben hier die interessanten Fragen gefehlt, die mich am Ball bleiben lassen. Vieles war auch erwartbar.

 

3 Sterne

 

Tiefgang:

 

Der Roman thematisiert die Emanzipation einer Frau innerhalb patriarchaler Strukturen. Das verläuft auf jeden Fall glaubhaft und ohne Klischees. Und auch, dass nicht immer alles ist, wie es scheint, wird verhandelt.

 

4 Sterne

 

Worldbuilding:

 

Tatsächlich hat mir auch hier Band 1 besser gefallen. Bei Band 2 bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich das Setting zuordnen kann, vielleicht auch Südeuropa? Das Königreich ist nicht wirklich orientalisch, hat aber ein paar entsprechende Einflüsse.

 

4 Sterne

 

„Ishabel“ hat für mich tatsächlich schlechter funktioniert als der Vorgängerband. Der Roman war immer noch flüssig zu lesen, aber da die Figuren für mich nicht wirklich gezündet haben, hat mir einfach das Interessante gefehlt. Ich werde mir den Folgeband „Rond“ dennoch ansehen und hoffe, dass dieser zu den Stärken von „Shevon“ zurückfindet.

 

Gesamtwertung: 3,6 Sterne, macht gerundet 4 Sterne

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