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Kornelia Schmid: Das Licht hinter dem Wind (Herrscher des Lichts 3)

Autorenbild: Wanderdrache
Wanderdrache
13. Okt. 2024
2 Min. Lesezeit

Deutsche High Fantasy Reihe

Der dritte Band der Trilogie ist zwar etwas kürzer, ich hatte jedoch nicht das Gefühl, dass etwas fehlt. Hier werden alle Fäden zusammengeführt und auch ein Fazit gezogen.

 

Schreibstil:

 

Gewohnt flüssig, bildhaft, humorvoll.

 

5 Sterne

 

Charaktere:

 

Es kommen noch einmal neue Figuren hinzu, nämlich die jüngste Generation. Coming-of-Age-Themen deuten sich ein wenig an, werden jedoch nirgendwo ausgebreitet, sodass die Figuren, trotz des jungen Alters konturiert und klischeefrei wirken. Zudem bekommen wir auch endlich Einblick in die Gedankenwelt von Lorror, der ja schon seit Band 1 mitmischt.

 

4,5 Sterne

 

Handlung und Struktur:

 

Es gibt wieder Kampfhandlungen und diese funktionieren ebenso gut wie in Band 2. Auch Intrigen und Verrat sind wieder mit dabei. Man merkt zwar, dass die Figuren nun alle in Position fürs Finale sind, aber durch den Zeitsprung zu Band 2 ergeben sich doch noch einmal neue Motivationen. Es gibt wieder Briefe und die Handlung bleibt spannend.

 

4,5 Sterne

 

Tiefgang:

 

Auch hier wird wieder viel über Menschen und gesellschaftliche Diskurse reflektiert, vor allem auch über Beziehungsklischees. Zudem gibt der Abschluss nun auch allen, was sie verdienen. Während man bei Band 1 oder auch Band 2 teilweise noch das Gefühl hatte, dass die Charaktere mit ihren oft skrupellosen Plänen durchkommen, zeigt sich nun, dass die Erfolge nur flüchtig sind und man letztlich mit einem guten Ausgang nicht zu rechnen braucht.

 

5 Sterne

 

Worldbuilding:

 

Die bekannten Schauplätze werden wieder bespielt, sowohl aus Band 1 als auch Band 2. Nachdem es auch hier wieder einen Zeitsprung gibt, zeigt sich, dass teilweise Veränderungen eingetreten sind, die Kriege und der Magieeinsatz, die Landschaft verheert haben und auch die gesellschaftlichen Strukturen sich an manchen Stellen ein wenig verändert haben.

 

4,5 Sterne

 

„Das Licht hinter dem Wind“ setzt „Das Licht aus dem Nebel“ und „Das Licht im Sand“ mit gleichbleibendem Niveau fort und bringt die Handlung zu einem gelungenen Abschluss. Die Thematik um die Lichtgeister, den Propheten und das Kriegsgeschehen ist mit diesem Band abgeschlossen. Aber tatsächlich wäre es durchaus interessant, wie sich die verbliebenen Figuren nun in ihren Herrscherrollen schlagen. Ich würde da auch weiterlesen.

 

Gesamtwertung: 4,7 Sterne, macht gerundet 5 Sterne

 

Jeder Band der Trilogie schafft es, das Niveau der Vorgänger zu halten. Alle drei Bände haben sowohl eine eigenständige Handlung als auch eine übergeordnete, die sie miteinander verknüpft. Dadurch sind an keiner Stelle irgendwelche Lückenfüller oder flache Handlungsbögen zu entdecken. Die Trilogie empfiehlt sich für alle, die gerne komplexe Erwachsenenfantasy mit Tiefgang und interessanten Charakteren lesen (Bücher zum Eintauchen und Abschalten sind die drei Bände hingegen eher nicht).

 

Gesamtwertung der Trilogie: 4,8 Sterne, macht gerundet 5 Sterne

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