Brandon Sanderson: Kinder des Nebels (Die Nebelgeborenen 1)


In diesem Roman entsteht Magie aus Metallen, die Menschen konsumieren. Das ist auf jeden Fall originell. Hinzu kommt eine spannende Handlung und ausgestaltete Charaktere.
Schreibstil:
Der Schreibstil ist flüssig und lässt Bilder entstehen. Die Dialog funktionieren ebenfalls gut. Lediglich das öftere Kichern wirkt unpassend – ich vermute, das ist der Übersetzung geschuldet und im Original steht da „to chuckle“, was aber anders konnotiert ist als das deutsche „kichern“. Da kann der Autor aber nichts dafür.
5 Sterne
Charaktere:
Die Figuren sind allesamt ausgestaltet und überzeugend. Vor allem Kelsier ist eine interessante Figur, die man so nicht andauernd findet und die im Gedächtnis bleibt. Seine Kapitel habe ich besonders gerne gelesen.
5 Sterne
Handlung und Struktur:
Die Handlung ist spannend, manchmal gibt es vielleicht kleinere Längen. Am Anfang der Kapitel stehen die Memoiren des Helds aller Zeiten, die sich nach und nach wie Puzzlesteine zusammenfügen – gut gemacht. Zudem ist das Buch in verschiedene Teile untergliedert, die noch einmal Struktur verleihen.
5 Sterne
Tiefgang:
Der Roman erzählt vom Untergang eines Reichs und vom Entstehen von Glauben und Religion. Das sind auf jeden Fall interessante Fragen. Durch die vor jedem Kapitel stehenden „historischen“ Einschübe entsteht außerdem eine weitere Ebene, die sich erst nach und nach mit der restlichen Handlung verbindet. Dabei muss man mitdenken, was ich positiv meine.
5 Sterne
Worldbuilding:
Das Setting ist ungewöhnlich und atmosphärisch. Es könnte befremdlich wirken, dass Menschen Metalle schlucken und diese „verbrennen“, während sie dabei magnetisch durch die Gegend springen. Im Roman wirkt das Ganze jedoch vollkommen natürlich.
5 Sterne
Das Buch hat mir tatsächlich sehr gut gefallen und hat es dabei sogar geschafft, von mir überall 5 Sterne zu bekommen. Sowas aber auch. Ich werde die Folgebände auf jeden Fall weiterlesen.
Gesamtwertung: 5 Sterne, macht gerundet 5 Sterne



Kommentare