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Joe Abercrombie: Silberklingen (Die Klingen-Saga 10)

Autorenbild: Wanderdrache
Wanderdrache
17. Juli 2024
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Juli 2024


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„Silberklingen“ bleibt in etwa auf dem Niveau der beiden Vorgängerbände – das betrifft sowohl die Stärken als auch die Schwächen. Leider bot das Buch wenig Überraschungen.

 

Schreibstil:

 

Flüssig und routiniert, kurze Kapitel, immer wieder auch humorvoll.

 

4,5 Sterne

 

Charaktere:

 

Die Charaktere aus „Zauberklingen“ und „Friedensklingen“ haben sich weiterentwickelt – das nehme ich jedoch nicht immer vollkommen ab. Das liegt ähnlich wie bei den Vorgängerbänden daran, dass die Handlung keinen nachvollziehbaren Bogen bildet, sondern eher gleichförmig dahinplätschert, mit ein paar plötzlichen Highlights.

 

4 Sterne

 

Handlung und Struktur:

 

Wie schon gesamt: die Handlung bleibt leider über weite Teile des Romans zäh. Es gibt wie in den Vorgängerbänden auch ein paar Ereignisse, die etwas in Bewegung bringen. Allerdings bleiben auch diese eher vorhersehbar bzw. bieten nichts Neues, das den dritten Teil von den Vorgängerbänden abgrenzen könnte. So manche Enthüllung wirkt auch ein wenig schwach motiviert. Hier wäre definitiv mehr drin gewesen.

 

1,5 Sterne

 

Tiefgang:

 

Die Art und Weise, wie sich die Figuren entwickeln, ist immerhin interessant. Denn Abercrombie zeigt hier, wie gewohnt, eine entzauberte Welt ohne Kitsch und Romantik. Der Text reflektiert das durchaus und ironisiert auch überkommene Darstellungsmuster. Das ist definitiv positiv. Allerdings kommt auch hier wenig Neues.

 

4 Sterne

 

Worldbuilding:

 

Funktioniert wie in den Vorgängerbänden, wobei es hier nicht mehr wirklich neue Schauplätze gibt, sondern nur noch Bekanntes.

 

4 Sterne

 

Das Buch ist gut lesbar und bietet durchaus einige Stärken, die man von dem Autor kennt. Trotz meiner Kritikpunkte ist es daher sicher nicht schlecht, aber leider eben auch kein Highlight. Das Ende teasert eine potenzielle Fortsetzung an, die ein Stück weiter in der Zukunft spielen dürfte.

 

Gesamtwertung: 3,6 Sterne, macht gerade noch 4 Sterne

 

Insgesamt fand ich die Trilogie gerade im Vergleich zu Abercrombies anderen Büchern leider eher schwach. Im Vergleich zu den ersten Klingenromanen wirkt zwar der Schreibstil inzwischen routiniert, aber was die meisten anderen Aspekte betrifft (Charaktere, Handlung, Tiefe), sind die neueren Romane leider erkennbar abgefallen. Obwohl ich im Schnitt jedes Buch mit immerhin 4 Sternen bewertet habe, bin ich mir dennoch unsicher, ob ich die Bücher tatsächlich weiterempfehlen würde. Denn wenn man die anderen Bücher des Autors kennt, wirken die hier eher langweilig und bringen wenig Neues. Ich denke, ich würde nichts vermissen, hätte ich sie ausgelassen.

 

Gesamtwertung der Trilogie: 3,9 Sterne, macht gerundet 4 Sterne

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