Brian McClellan: Zorn des Imperiums (Die Götter von Blut und Pulver 2)


Der erste Band der Trilogie hat mir gut gefallen. Der zweite kann das Niveau halten, beantwortet ein paar offene Fragen und wirkt dabei keineswegs wie ein Zwischenband.
Schreibstil:
Der Schreibstil ist genauso flüssig wie beim Vorgänger.
4,5 Sterne
Charaktere:
Die Figuren sind dieselben wie in Band 1 und überzeugen nach wie vor. Sie entwickeln sich im Verlauf des Romans auch weiter bzw. zeigen durch die veränderte Situation andere Eigenschaften, was die Komplexität verstärkt. So fand ich Michel hier ein wenig sympathischer als in Band 1 und Styke dafür ein bisschen weniger – was aber nicht heißen soll, dass sich die Kapitel weniger interessant lesen.
5 Sterne
Handlung und Struktur:
Der Roman ist spannend. Hier gibt es mehr militärische Auseinandersetzungen als im Vorgänger, aber nicht im selben Ausmaß wie beispielsweise in Band 2 der „Powder-Mage-Chroniken“. Es werden ein paar Geheimnisse gelüftet, zugegeben in erwartbarer Weise, aber das hat mich nicht groß gestört.
4,5 Sterne
Tiefgang:
Der Roman stellt ein paar Fragen über das Menschliche, z.B. inwiefern es noch Moral gibt, wenn man Gewalt ausübt und was Menschen bereit sind, sich einzugestehen und was nicht.
4 Sterne
Worldbuilding:
Die Welt überzeugt genauso wie in Band 1. Bei der Goldgräberstadt kommt ein kleines Bisschen Western-Feeling auf.
5 Sterne
Auch „Zorn des Imperiums“ kann das Niveau des Vorgängerbandes halten. Ich habe bisher fünf Bücher des Autors gelesen und alle waren tatsächlich gleich gut. Natürlich lässt der Roman auch noch Einiges offen, aber er ist rund genug, um die das Gefühl zu geben, dass man es hier nur mit einem Lückenfüllerbuch in der Trilogie zu tun hat. Ich freue mich auf das Finale.
Gesamtwertung: 4,6 Sterne, macht gerundet 5 Sterne



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