Martina Volnhals: Goldgelbe Blitze (Die Lichtburg-Chroniken 2)

Aktualisiert: 22. Feb. 2025

Das Buch erzählt die Handlung von Band 1 fort – leider verliert sich dabei teilweise die Spannung. Der Roman wirkt damit wie ein Übergangsband, der die Handlung und Konflikte in den kommenden Büchern vorbereitet.
Schreibstil:
Der Schreibstil ist wie auch bei Band 1 flüssig. Leider haben sich einige Tipp- und Kommafehler eingeschlichen, aber nicht in einem Ausmaß, in dem es wirklich störend wäre.
4 Sterne
Charaktere:
Die Charaktere entwickeln sich wenig. Zwar haben sie alle ihre eigenen Charaktereigenschaften, es fehlt in meinen Augen jedoch an Tiefe. Die Figuren bleiben dadurch nicht im Gedächtnis. Auch ihre Beziehungen zueinander wirken mehr durch den Plot erzwungen als natürlich entwickelt. In Band 1 ergab sich durch die Handlung mehr Dynamik. Da der Plot jedoch auch etwas schwächelt, fehlt dieser Pluspunkt hier. Die Streitereien zwischen den Figuren wirken auf mich oft auch ein wenig kindisch – die Charaktere kommen in diesem Band für mich deutlich jünger rüber als im Vorgänger.
Ansonsten erhält der Bösewicht mehr Raum als in Band 1 – leider ist er jedoch recht eindimensional und klischeehaft böse bzw. abstoßend. Hier hätte ich mir mehr Ambivalenz, mehr Komplexität gewünscht.
2,5 Sterne
Handlung und Struktur:
In Band 1 entwickelte fast jedes Kapitel einen neuen Konflikt und trieb damit die Handlung voran. Hier ist das leider nicht der Fall. Das Buch erzählt sehr lange von einer Reise, auf der aber wenig Spannendes passiert. Es findet zwar eine Entwicklung in der Figurendynamik statt, was interessant sein könnte – weil die Charaktere aber wenig komplex sind, ergeben sich hier für mich nicht wirklich spannende Aspekte.
3 Sterne
Tiefgang:
Es zeichnet sich ab, dass die Buchreihe den Konflikt unterschiedlicher Kulturen, Rassismus und ungleiche Machtdynamiken thematisieren möchte. Das könnte durchaus interessant werden. Hier bleibt es aber noch ein Anklang. Wahrscheinlich werden die Folgebände davon mehr präsentieren.
3,5 Sterne
Worldbuilding:
Wie auch schon in Band 1 ist die dargestellte Welt mit ihren Völkern interessant. In Band 1 gab es noch mehr zu entdecken – aber das haben erste Bände so an sich, deshalb werte ich das nicht negativ.
5 Sterne
Das Buch wirkt leider wie ein Übergangsband, in dem wenig passiert. Die einzelnen Kapitel sind weniger stringent komponiert als in Band 1 und auch die Figuren gewinnen nicht an Tiefe. Mich interessiert immer noch, wie die Reihe weitergeht, ich hoffe allerdings, dass der nächste Band hier wieder aufholt.
Gesamtwertung: 3,6 Sterne, macht gerundet 4 Sterne



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