Kornelia Schmid: Kristallstarre (Kurzgeschichten aus fernen Welten 2)


Ähnlich wie der Vorgängerband „Goldlichtrisse“ präsentiert diese Sammlung abwechslungsreiche High Fantasy-Kurzgeschichten mit Tiefgang.
Schreibstil und Struktur:
Der Schreibstil ist auch hier routiniert und atmosphärisch. Er lässt Bilder entstehen und deutet manches nur an. Dadurch lesen sich die Geschichten flüssig, lassen jedoch meist auch einen Interpretationsspielraum offen. Eine Geschichte hat auch Elemente, die an eine Märchenerzählung erinnern.
5 Sterne
Auswahl und Settings:
Die Auswahl ist auch hier wieder vielfältig, von Settings wie Südamerika, der arabische Raum, die Südsee oder Kanada. Die Geschichten spielen also in Dschungel, Wüste, einer unterirdischen Kristallwelt, an Palmenstränden oder im Wilden Westen. Auch hier lassen sich wieder mythologische Bezüge erkennen. Diesmal wurden auch etwas ungewöhnlichere Fabelwesen als im ersten Band gewählt, die vielleicht nicht jedem gleich ein Begriff sein dürften. Das macht die Geschichten aber auch besonders interessant.
5 Sterne
Tiefgang:
Alle Geschichten sind unterhaltsam, die meisten besitzen eine tiefere Botschaft. Mal steht auch nur der Humor im Vordergrund wie bei „Zwischen Ewigkeitssteinen“, mal macht die Erzählung nachdenklich, wie z.B. „Der Ton einer Harfensaite“.
4,5 Sterne
Konsistenz:
Ähnlich wie beim Vorgänger sind auch hier manche Geschichten düsterer, während andere wie „Kristallstarre“ oder „Geistersplitter“ auch von einer jüngeren Zielgruppe gelesen werden könnten. Insgesamt richten sich die Geschichten jedoch wohl an Erwachsene.
4 Sterne
„Kristallstarre“ ist genauso lesenswert wie „Goldlichtrisse“. Die Geschichten sind gut geschrieben, besitzen Tiefgang und verarbeiten interessante Aspekte aus verschiedenen Mythologien.
Gesamtwertung: 4,6 Sterne, macht gerundet 5 Sterne



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