Bernhard Hennen: Himmel in Flammen (Drachenelfen 5)


Das Ende konnte mich nicht ganz zufriedenstellen, zumal vieles nicht aufgelöst wurde. Aber insgesamt ist das Buch genauso lesenswert wie die Vorgängerbände. Ach ja: Der Klappentext ist irreführend. So unglaublich ist der winzige Auftritt der Alben auf den allerletzten Seiten nun wirklich nicht.
Schreibstil:
Wie gehabt.
4,5 Sterne
Charaktere:
Wie in den Vorgängern. Ein paar sind verschwunden, ein paar neue hinzugekommen. Die meisten sind interessant.
4,5 Sterne
Handlung und Struktur:
Für mich war es hier durchwachsen. Wie immer gab es einiges, das interessant war. Wie vorher auch schon hat mich das Schlachtgeschehen an sich nur wenig interessiert. Shayas Handlungsstrang war bis zu einem gewissen Punkt interessant, aber danach wurde sie überhaupt nicht wirklich weiterverfolgt. Das fand ich etwas schade bzw. der abrupte Umschwung schien mir nicht ganz plausibel. Und das gilt eigentlich auch für mehreres. Das Ende kam dann etwas plötzlich und hat viele der offenen Fragen nicht aufgelöst. Abgesehen von den Toten wissen wir tatsächlich nicht, was aus den meisten Figuren wird und auch die Drachenherrschaft besteht weiterhin. Das war etwas unbefriedigend.
4 Sterne
Tiefgang:
Es gibt hier wieder interessante Aspekte, wie die verschiedenen Figuren Pläne schmieden und welche Abgründe sich auftun. Ich muss allerdings sagen, ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich alles so wirklich abkaufe. Aber sei’s drum.
3,5 Sterne
Worldbuilding:
Das Worldbuilding ist weiterhin eine Stärke der Reihe. Inzwischen ist vieles bekannt und es gibt nur wenig Neues. Das macht aber überhaupt nichts.
5 Sterne
Der fünfte Band liest sich insgesamt gut und bleibt im Wesentlichen auf dem Niveau der Vorgänger. Wie auch schon bei Band 4 fand ich hier den Fokus auf das Schlachtgeschehen weniger spannend. Andere Leser*innen mögen das anders sehen.
Gesamtwertung: 4,3 Sterne, macht gerundet 4 Sterne
Die Reihe ist insgesamt interessant. Ungewöhnlich ist vor allem das Setting, das Aspekte aus der Bronzezeit hat, aus der Antike, sich an den Kulturen des vorderen Orients orientiert oder aber an den Azteken. Diesen unkonventionellen Mix fand ich sehr gelungen – man liest so etwas leider nur allzu selten. Der Schreibstil ist durch viele Details bildhaft, manchmal aber etwas ausschweifend. So werden Aspekte des Öfteren noch einmal extra erklärt, obwohl sie eigentlich bereits aus dem Text hervorgehen. Da wäre für meinen Geschmack oft weniger mehr gewesen. Das gilt auch für die Handlung.
Wir haben hier eine Reihe mit gut 5000 Seiten. Allerdings sind diese nicht stringent durcherzählt. Es gibt eher einen losen roten Faden und die Handlung ist vielmehr eine Aneinanderreihung verschiedener Episoden. Für sich genommen sind diese durchaus interessant, aber dieses Mäandern wird vermutlich auch einige Leser*innen stören. Leider ist auch nicht immer alles gleich interessant und bei so manchem frage ich mich im Nachhinein, ob es das denn tatsächlich gebraucht hätte.
Wer die anderen Elfenbücher kennt, wird einiges, was in den späteren Zeitabschnitten dieser Welt angedeutet wurde, hier auserzählt finden. Allerdings gibt es auch Manches, das nicht so ganz zusammenpasst. Das würde ich aber verzeihen. Etwas schade finde ich, dass diese Epoche in der Elfenwelt trotz fünf umfangreicher Bände nicht zu einem runden Abschluss geführt wurde. Entgegen meiner Erwartung erfahren wir hier nämlich nicht, wie der Untergang der Himmelsschlangen denn nun letzten Endes ausgesehen hat.
Im Großen und Ganzen fand ich die Bücher aber lesenswert – auch wenn man vielleicht ein wenig Puste dazu braucht.
Gesamtwertung der Reihe: 4,4 Sterne, macht gerundet 4 Sterne



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