Richard Schwartz: Das Auge der Wüste (Das Geheimnis von Askir 3)

Aktualisiert: 3. Nov. 2024

Der Roman bleibt auf einem ähnlichen Niveau wie die Vorgänger. Er liefert unterhaltsame Aspekte und ein furchtbares Frauen- und Männerbild.
Schreibstil:
Nicht perfekt, aber flüssig zu lesen.
4 Sterne
Charaktere:
Ähnlich wie in Band 2: Ich bin inzwischen mit den Figuren warm. Allerdings gibt es hier auf jeden Fall noch Luft nach oben, gerade Sieglinde, Janos oder Varosch finde ich eher schwach motiviert. Im Vorgängerband kamen erstere beide weniger vor, deswegen ist mir das hier mehr aufgefallen.
4 Sterne
Handlung und Struktur:
Die Wüstenhandlung begann bereit in „Die zweite Legion“ und wird hier nun zu Ende geführt. Das Buch war dabei unterhaltsam. Manchmal gibt es Passagen (und das war auch in den Vorgängerbänden schon so), die ein wenig fehl am Platz wirken, z.B. der verrückte Heiler. Ich glaube da die Vorlage, eine Pen-&-Paper-Kampagne noch durchscheinen zu sehen. Na ja, ich hätte vielleicht bei Schreibstil und Charaktere 4,2 oder sowas gegeben. Nachdem ich da aber nicht so fein differenziere, runde ich hier mal wohlwollend auf.
5 Sterne
Tiefgang:
Bei den Vorgängerbänden hatte ich ja schon die fragwürdigen Genderzuschreibungen beklagt. Hier ist es nun nicht ganz so schlimm – das heißt aber nicht viel. Denn es scheint eben doch immer doch, wenn es heißt „Frauen sind eben so …“ und „Männer sind so …“ Eine Vergewaltigung wird hier noch mal ganz schnell vergeben bzw. nicht mal als solche benannt. Ich kann dafür einfach nicht mehr Sterne geben, denn das sind alles No-Gos.
1 Sterne
Worldbuilding:
Wie gehabt. Es gibt viele bekannte Elemente, aber auch ein paar kreative Ideen. Insgesamt wirkt die Welt ausgestaltet.
4 Sterne
Bisher hält die Reihe ihr Niveau. Eigentlich ist 3,6 Sterne für mich keine gute Wertung und andere Reihen habe ich bei einer solchen schon abgebrochen. Es ist einfach diese ganze Genderthematik, die die Bücher so dermaßen runterzieht. Das ist wirklich schade. Die Bücher könnten ganz gut sein, aber so bleibt einfach immer das Gefühl, dass sie überhaupt nicht mehr in unsere Zeit passen. Und sie erinnern daran, wie wenig reflektiert man vor zehn oder zwanzig Jahren noch mit solchen Thematiken umgegangen ist. Da bin ich wirklich froh, dass da heute mehr drauf geschaut wird.
Gesamtwertung: 3,6 Sterne, macht gerundet 4 Sterne



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