"Fünf Federn": Der Blutsturm (Minen der Macht 4)


Der Abschluss bleibt auf dem Niveau der Vorgängerbände und beantwortet die offenen Fragen.
Schreibstil:
Wie gehabt flüssig.
4 Sterne
Charaktere:
Wie gehabt gut.
4,5 Sterne
Handlung und Struktur:
Den Einstieg fand ihr hier wieder besser als im vorherigen Band, allerdings, so richtig rasant geht es hier nun auch nicht voran. Nach etwa der Hälfte des Buches wissen wir immer noch nicht mehr, als dass der Blutsturm da ist (was uns ja der Titel auf dem Buchcover ohnehin schon verraten hat). Was das Ende betrifft: Das zog sich auch ein wenig. Insgesamt fand ich die Handlung ein wenig dünn und mir wurde auch auf inhaltlicher Ebene zu viel erklärt. Allerdings – und das ist wiederum positiv – wurden hier nun die offenen Fragen aus den Vorgängerbänden beantwortet, und zwar auf eine plausible und spannende Art. Insgesamt war der Roman also interessant genug.
4 Sterne
Tiefgang:
Wie in den Vorgängern: Die Unterhaltung steht im Vordergrund. Gut war, dass auch hier noch einmal Ausbeutung der unteren Schichten kritisiert wird und auch das Verhalten der Aschlinge wird noch einmal in einen anderen Kontext gestellt.
3,5 Sterne
Worldbuilding:
Wie gehabt gut. Gut fand ich auch, dass die Hintergründe der Entstehung der Stadt beleuchtet werden. Im Vorgängerband wurde ja bereits thematisiert, dass die Facette und Artefakte im Schlamm wohl von einer untergegangenen Kultur stammen, über die man nichts mehr weiß. Ich hatte befürchtet, dass diese Thematik unter den Tisch fallen könnte, obwohl sie ja interessant wäre, aber tatsächlich gibt es hier noch eine sehr relevante Aufklärung.
5 Sterne
Der vierte Band der „Minen der Macht“ bildet einen guten Abschluss der Reihe. Alle Handlungsstränge wurden zusammengeführt, also Fragen zufriedenstellend beantwortet.
Gesamtwertung: 4,2 Sterne, macht gerundet 4 Sterne
Das Setting rund um Grubenstedt ist interessant und ungewöhnlich. Die Figuren funktionieren meistens und auch der Schreibstil ist glatt genug, sodass sich die Bücher gut lesen lassen. Jeder Band hat eine abgeschlossene Handlung mit ein paar offenen Fragen, die dann im letzten Band geklärt werden. Während Band 1 in sich noch sehr rund war, hatte ich bei den Nachfolgern aber oftmals das Gefühl, dass die Verbindungen zwischen den Figuren manchmal ein wenig erzwungen waren – manche Charaktere hätte man wohl auch einfach streichen können, aber angesichts des Konzepts der Reihe war das natürlich nicht möglich und so mussten sie irgendwie mit reingepresst werden. Auch merkt man in den Büchern, dass nicht alle beteiligten Autor*innen gleich gut schreiben – wobei mir das Ganze in Band 3 und Band 4 zunehmend flüssiger erschien.
Tiefgängig ist die Reihe sicherlich nicht, unterhaltsam aber auf jeden Fall. Auch verzichtet sie weitgehend auf Klischees und ist in einer Zeit, in der der Markt von Romantasy dominiert wird, eine angenehme Abwechslung für Leser*innen, die nach Fantasy ohne Beziehungsklischees suchen.
Gesamtwertung der Reihe: 4,2 Sterne, macht gerundet 4 Sterne



Kommentare